Microsoft Lizenzanpassungen 2026: Was Unternehmen jetzt wissen sollten
Im Jahr 2026 stehen bei Microsoft Anpassungen im Lizenzmodell an. Neben angekündigten Preiserhöhungen gibt es auch eine währungsbedingte Preissenkung. Für viele Unternehmen relativieren sich die Effekte. Entscheidend sind der individuelle Lizenzmix und der Zeitpunkt der Verlängerung.
In diesem Beitrag fassen wir Ihnen die wichtigsten Informationen zusammen.
1. Grundsätzliche Einordnung
Microsoft kombiniert im Jahr 2026 zwei Effekte:
Währungsbedingte Preissenkung (ab Februar 2026)
Geplante Preiserhöhungen (ab Juli 2026)
In der Praxis bedeutet das:
Für viele Kunden gleichen sich Senkung und spätere Erhöhung teilweise aus.
Auswirkungen hängen stark vom eingesetzten Lizenzportfolio ab.
Preisänderungen werden jeweils bei Neuabschluss oder Vertragsverlängerung wirksam.
Unternehmen mit ausgewogenem Lizenzmix werden die Anpassungen oft weniger stark spüren als Organisationen mit Fokus auf einzelne Produktgruppen.
2. Währungsbedingte Preissenkung im CSP-Programm
Aufgrund des starken Schweizer Frankens reduziert Microsoft im CSP-Programm (Cloud Solution Provider) die Preise für neue Pläne und Vertragsverlängerungen ab dem 01. Februar 2026 um rund 9,5 %.
Das betrifft alle neuen Aufschaltungen sowie Verlängerungen ab diesem Datum.
Gerade für Unternehmen mit anstehenden Verlängerungen im ersten Halbjahr 2026 kann das eine spürbare Entlastung bedeuten.
3. Geplante Preiserhöhungen ab Juli 2026
Die bereits angekündigten Preiserhöhungen treten im CSP-Programm ab dem 01. Juli 2026 in Kraft.
Wichtig:
Die finalen Preise veröffentlicht Microsoft im Juni 2026.
Wirksam werden die Anpassungen jeweils bei Neuabschluss oder nächster Verlängerung.
Es handelt sich also nicht um eine sofortige, pauschale Erhöhung für alle Bestandsverträge.
4. Aktuell angekündigte Preisanpassungen (Stand Februar 2026)
CSP Enterprise Suites
Office 365 E3: +13 %
Office 365 E5: +8 %
Microsoft 365 E3: +8 %
Microsoft 365 E5: +5 %
CSP Frontline Suites
Microsoft 365 F1: +33 %
Microsoft 365 F3: +25 %
CSP Business Suites
Microsoft 365 Business Basic: +16 %
Microsoft 365 Business Standard: +12 %
Microsoft 365 Business Premium: keine Erhöhung
CSP Einzelkomponenten
Windows 10 Enterprise E3 / Windows 11 Enterprise E3: +15 %
Microsoft 365 Apps for business: +21 %
Microsoft 365 Apps for enterprise: +20 %
Enterprise Mobility + Security E3: +13 %
Microsoft Entra ID P1: +16 %
Windows Enterprise (pro Device): +31 %
5. Einordnung für typische KMU-Kunden
Ein Grossteil unserer Kunden setzt primär auf Microsoft 365 Business Premium und genau dieses Produkt ist nicht von den Preiserhöhungen betroffen.
Das zeigt:
Nicht jede Organisation ist automatisch von spürbaren Mehrkosten betroffen. Die tatsächliche Auswirkung hängt stark davon ab, welche Lizenzmodelle im Einsatz sind.
6. Entwicklung mit Augenmass betrachten
Preisanpassungen bei Cloud-Diensten sind kein ungewöhnlicher Vorgang, insbesondere bei globalen Anbietern wie Microsoft, die Währungsschwankungen, Produktweiterentwicklungen und Marktveränderungen berücksichtigen.
Für 2026 gilt:
Nicht jede Organisation ist automatisch von spürbaren Mehrkosten betroffen. Die tatsächliche Auswirkung hängt stark davon ab, welche Lizenzmodelle im Einsatz sind.
Es gibt sowohl Senkungen als auch Erhöhungen.
Viele Effekte heben sich teilweise gegenseitig auf.
Die individuelle Lizenzstruktur ist entscheidend.
Besonders verbreitete Business-Pakete bleiben stabil.
Eine sachliche Prüfung der eigenen Lizenzlandschaft reicht in den meisten Fällen aus, um Klarheit zu gewinnen. Panik oder vorschnelle Entscheidungen sind nicht erforderlich.
Bei Fragen oder zur individuellen Einschätzung lohnt sich eine strukturierte Analyse der bestehenden Verträge.
